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Offshore-Tauglichkeit nach DGMM

Mit der sogenannten Energiewende wurde es auch für deutsche Unternehmen notwendig, eine immer größere Zahl von Beschäftigten Offshore einzusetzen.

Der Offshore-Arbeitsplatz unterscheidet sich grundsätzlich von allen an Land befindlichen gefährlichen Einsatzgebieten. Das Hauptproblem besteht in der Notwendigkeit, einen Arbeitsplatz auf relativ hoher See mit Hubschrauber oder Schiff zu erreichen, dort eine teilweise sehr schwere Arbeit unter oft extremen Wetterbedingungen zu verrichten um schlimmstenfalls nicht sofort wieder eine sichere Umgebung aufsuchen zu können, weil die Bergung auf Grund der Wetterbedingungen oder bei Arbeitsunfällen nicht mühelos gelingen kann.

Die hier eingesetzten Mitarbeiter benötigen eine robuste körperliche und psychische Konstitution. Mit den sinnfreien Vorsorgebescheinigungen der ArbMedVV kann kein Unternehmer entscheiden, ob der Mitarbeiter die notwendigen gesundheitlichen Voraussetzungen für den offshore-Einsatz mitbringt.

Die Deutsche Gesellschaft für maritime Medizin e.V. (DGMM) hat deshalb ein Untersuchungs- und Beurteilungsregelwerk veröffentlicht, dass bei sorgfältiger Beachtung eine relativ hohe Sicherheit bei der Beurteilung der Einsatzfähigkeit von offshore-Personal ermöglicht.

Die Untersuchung beinhaltet einen Seh- und Hörtest, eine Blut- und Urinuntersuchung, eine Lungenfunktionsprüfung, eine ausführliches Krankengespräch und eine körperliche Untersuchung mit Belastungs-EKG (Fahrradergometrie). Es wird regelmäßig auch ein Drogentest durchgeführt.

Bitte bereiten Sie sich auf einen kleinen Fitnesstest im Rahmen der Untersuchung vor. Sie sollten ein kleines Frühstück gegessen haben und Hygieneartikel und Wechselwäsche mitbringen. Unsere weiblichen Untersuchungskandidaten bitten wir, ein luftiges T-Shirt, unter dem die EKG-Elektroden befestigt werden können, zum Fahrradfahren mitzubringen.

Obwohl diese Untersuchung eigentlich der Vorsorge für die offshore eingesetzten Arbeitnehmer gilt, muss am Ende eine Eignungsbescheinigung erstellt werden, weshalb diese Untersuchung also individual- oder kollektivrechtliche Vereinbarungen zur Voraussetzung hat und mit Umsatzsteuer zu belegen ist.

Kosten:

Es ist mit einer Kostennote von ca. 200 Euro zu kalkulieren.

Eine Offshore-Tauglichkeitsbescheinigung nach DGMM ermöglicht die Beschäftigung ausschließlich auf Anlagen, die dem deutschen Arbeitsschutzrecht unterliegen. Wie bereits an anderer Stelle (Artikel lesen: Änderungen zur Verordnung...) ausgeführt, werden von Unfallversicherungen in anderen Staaten (die regelhaft private Versicherungsgesellschaften und keine Körperschaften des öffentlichen deutschen Rechts sind) die deutschen Bescheinigungen aus gutem Grund ignoriert. Für Anlagen, die z.B. dem niederländischen, dänischen, norwegischen oder britischen oder gar dem kanadischen oder dem US Recht unterliegen, werden Bescheinigungen nach internationalem Recht gefordert.

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