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Untersuchung nach Grundsatz 43 (Biotechnologie)

Diese spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung wurde dringend allen Beschäftigten nahegelegt, die beruflich durch Erreger von Infektionskrankheiten in Biotechnologischen Anlagen belastet werden können.

Der einzige Unterschied zur G 42 bestand in darin, dass die Infektionsgefahren hier nicht mittelbar von Menschen oder Tieren auf den Mitarbeiter einwirken, sondern durch technische Prozesse in denen die potentiellen Krankheitserreger immanent sind, realisiert werden können. Die formale Unterscheidung von G 42 und 43 ist in der Untersuchungspraxis irrelevant.

Früher wurde diese Untersuchung auf Grundlage §15 der BioStoffV durchgeführt. Heute werden die Untersuchungsanlässe im Teil 2 des Anhanges der ArbMedVV definiert.

Grundsätzlich unterscheidet man den Untersuchungsablauf in einen Elementarteil und einen erregerspezifischen Teil. In der Praktischen Arbeit spielt tatsächlich die Gefährdungsbeurteilung wieder die entscheidende Rolle, wie eine Untersuchung nach G 43 durchgeführt wird.

Im Elementarteil wird eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung definiert, die unabhängig vom zu erwartenden Krankheitserregerprofil das individuelle Risiko des Mitarbeiters im Umgang mit infektionsgefährdeten Tätigkeiten bewertet. Hierbei ist es zum Beispiel von Bedeutung, ob die Haut als wichtigste Barriere des Menschen gegen Krankheitserreger gesund ist, oder ob besondere Maßnahmen zu ergreifen sind.

Im erregerspezifischen Teil der Untersuchung ist gemäß ArbMedVV die Unterscheidung in Pflicht- oder Angebotsuntersuchung vorzunehmen. Für alle Infektionserreger, für die es keine wirksame Impfung gibt, handelt es sich immer um eine Pflichtuntersuchung.

Sofern eine Impfung durchgeführt wurde und der Impferfolg nachgewiesen wurde, kann auf die Pflichtuntersuchung verzichtet werden. Dem Mitarbeiter ist aber trotzdem eine Angebotsuntersuchung vorzuschlagen. Praktisch gibt es in den entsprechenden Berufsgruppen selten die Möglichkeit, gegen alle relevanten Erreger zu impfen.

Die Kosten für notwendige Impfungen trägt der Arbeitgeber, sofern es sich nicht um Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen handelt. Weitere Besonderheiten können entstehen, sofern sich das Gefährdungsprofil ändert oder besondere Infektionsrisiken z.B. durch Schwangerschaft oder Stillzeit hinzutreten. Hier kann es auch zu Beschäftigungsbeschränkungen durch die Bestimmungen des Mutterschutzes kommen.

Obligate Untersuchungsbestandteile sind neben der Anamnese (Krankengespräch), eine Blutuntersuchung und die körperliche Untersuchung.

Die Untersuchung ist Plicht- oder Angebotsuntersuchung gem. Teil 2 des Anhanges der ArbMedVV.

Kosten:

Erstuntersuchung ca. 130* €

Nachuntersuchung ca. 100* €

* Die Preisangaben beziehen sich auf die Gesamtkosten für Arbeitgeber. Durch die anachronistischen Bestimmungen der GOÄ wird im Regelfall bei uns nur ein Teilbetrag zu entrichten sein. Die Rechnung für notwendige Laboruntersuchungen ergeht durch das Labor selbst.

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Arbeitsmedizin Stralsund
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