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Untersuchung nach Grundsatz 42 (Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung)

Diese spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung wird dringend allen Beschäftigten nahegelegt, die beruflich durch Erreger von Infektionskrankheiten belastet werden können.

Früher wurde diese Untersuchung auf Grundlage §15 der BioStoffV durchgeführt. Heute werden die Untersuchungsanlässe im Teil 2 des Anhanges der ArbMedVV definiert.

Grundsätzlich unterscheidet man den Untersuchungsablauf in einen Elementarteil und einen erregerspezifischen Teil. In der Praktischen Arbeit spielt tatsächlich die Gefährdungsbeurteilung wieder die entscheidende Rolle, wie eine Untersuchung nach G 42 durchgeführt wird.

Im Elementarteil wird eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung definiert, die unabhängig vom zu erwartenden Krankheitserregerprofil das individuelle Risiko des Mitarbeiters im Umgang mit infektionsgefährdeten Tätigkeiten bewertet. Hierbei ist es zum Beispiel von Bedeutung, ob die Haut als wichtigste Barriere des Menschen gegen Krankheitserreger gesund ist, oder ob besondere Maßnahmen zu ergreifen sind.

Im erregerspezifischen Teil der Untersuchung ist gemäß ArbMedVV die Unterscheidung in Pflicht- oder Angebotsuntersuchung vorzunehmen. Für alle Infektionserreger, für die es keine wirksame Impfung gibt, handelt es sich immer um eine Pflichtuntersuchung.

Sofern eine Impfung durchgeführt wurde und der Impferfolg nachgewiesen wurde, kann auf die Pflichtuntersuchung verzichtet werden. Dem Mitarbeiter ist aber trotzdem eine Angebotsuntersuchung vorzuschlagen. Praktisch gibt es in den entsprechenden Berufsgruppen selten die Möglichkeit, gegen alle relevanten Erreger zu impfen.

Die Kosten für notwendige Impfungen trägt der Arbeitgeber, sofern es sich nicht um Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen handelt. In der praktischen Umsetzung entsteht oftmals das Problem, dass die berufsbedingten Impfungen durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden und insbesondere „Auszubildende“ in freien Ausbildungseinrichtungen finanziell mit den Impfkosten erheblich überfordert würden. Wir geben an dieser Stelle den Hinweis, dass es keine Impfpflicht in Deutschland gibt, man also abwarten kann, bis man einen Arbeitgeber hat, der dann die Impfkosten trägt. Des Weiteren handelt es sich oft um Impfungen, die bei Urlaubsreisen genauso wichtig sein können und viele Krankenkassen erstatten „Urlaubsimpfungen“ gern.

Weitere Besonderheiten können entstehen, wenn Sich das Gefährdungsprofil ändert oder besondere Infektionsrisiken z.B. durch Schwangerschaft oder Stillzeit hinzutreten. Hier kann es auch zu Beschäftigungsbeschränkungen durch die Bestimmungen des Mutterschutzes kommen.

Obligate Untersuchungsbestandteile sind neben der Anamnese (Krankengespräch), eine Blutuntersuchung und die körperliche Untersuchung.

Die Untersuchung ist Plicht- oder Angebotsuntersuchung gem. Teil 2 des Anhanges der ArbMedVV.

Kosten:

Erstuntersuchung ca. 130 €*

Nachuntersuchung ca. 100 €*

* Die Preisangaben beziehen sich auf die Gesamtkosten für Arbeitgeber. Durch die anachronistischen Bestimmungen der GOÄ wird im Regelfall bei uns nur ein Teilbetrag zu entrichten sein. Die Rechnung für notwendige Laboruntersuchungen ergeht durch das Labor selbst.

Terminvereinbarung & Beratung
Arbeitsmedizin Stralsund
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