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Untersuchung nach Grundsatz 41 (Arbeiten mit Absturzgefahr)

Diese spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung wird dringend allen Beschäftigten nahegelegt, die beruflich in großen Höhen arbeiten müssen. Im Volksmund wird diese Untersuchung gern als „Höhentauglichkeit“ bezeichnet. Die Höhentauglichkeit kann auch Bestandteil „größerer“ komplexer Vorsorgeuntersuchungen sein.

Medizinisch stellt sich „Höhentauglichkeit“ nach unserer Auffassung dann ein, wenn nach gründlicher ärztlicher und technischer Untersuchung davon ausgegangen werden kann, dass es bei Arbeiten in großen oder ungesicherten Höhen nicht vorhersehbar zu gesundheitlichen Problemen kommen dürfte und das bei technischen Problemen, die Bergung oder Höhenrettung des Mitarbeiters nicht durch vorbestehende gesundheitliche Probleme beeinträchtigt wird. Exemplarisch schließen also Vorerkrankungen die zu Gleichgewichtsproblemen, Bewusstseinsstörungen und Ähnlichem führen können, eine Höhentauglichkeit aus. Auch eine eingeschränkte körperliche Leitungsfähigkeit durch mangelnde Fitness oder chronische Erkrankungen schließen den Mitarbeiter von Arbeiten in ungesicherten Höhen aus. Schließlich spielt auch die „Tagesform“ eine nicht unerhebliche Rolle. Wem eine G 41 „ohne Bedenken“ bescheinigt wurde, kann trotzdem tagesformabhängig unpässlich sein.

In der Praktischen Arbeit spielt tatsächlich die Gefährdungsbeurteilung wieder die entscheidende Rolle, ob eine Untersuchung nach G 41 durchgeführt wird.

Obligate Untersuchungsbestandteile sind neben der Anamnese (Krankengespräch), eine Urinuntersuchung, eine Blutuntersuchung, eine Lungenfunktionsprüfung, ein EKG (ab dem 40. Lebensjahr obligat, bzw. bei besonderen Fragestelllungen als Ergometrie) und die körperliche Untersuchung mit intensivem Gleichgewichtstest.

Bitte bereiten Sie sich auf einen kleinen Fitnesstest im Rahmen der Untersuchung vor. Sie sollten ein kleines Frühstück gegessen haben und Hygieneartikel und Wechselwäsche mitbringen. Unsere weiblichen Untersuchungskandidaten bitten wir, ein luftiges T-Shirt, unter dem die EKG-Elektroden befestigt werden können, zum Fahrradfahren mitzubringen.

Die Untersuchung ist keine Untersuchung der ArbMedVV. Die Untersuchungsbegründung muss also im Vorfeld durch die Gefährdungsbeurteilung herausgearbeitet sein und arbeitsrechtlich (Arbeitsvertraglich oder durch Betriebsvereinbarung) geregelt werden.

Kosten:

Erstuntersuchung ca. 130 €

Nachuntersuchung ca. 150 €

Terminvereinbarung & Beratung
Arbeitsmedizin Stralsund
Fachärzte für Arbeitsmedizin
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